Daniela Schneider · Naturpädagogin
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Portrait

Familie:               Kardengewächse - Dipsacaceae
wissenschaftl.:    Dipsacus fullonum  = D. silvestris 
Lebensdauer:     zweijährig
Höhe:                  0,7m – 2m
Blüte:                  Juli-August, lila
Licht:                   sonnig bis halbschattig
Vermehrung:       Selbstaussaat
Vorkommen:        Wegränder, Dämme, Steinhaufen,
                            Böschungen
es freuen sich:     Bienen, Hummeln,  Falter, Vögel und so
                            mancher Mensch

Die Wilde Karde begleitet mich schon seit einigen Jahren. Ich finde diese Pflanze sehr faszinierend und habe sie daher als Namensgeberin gewählt.

Bestimmt ist Ihnen die Wilde Karde mit ihren getrockneten Blütenständen in einem Gesteck oder Trockenstrauß schon einmal begegnet. Sie ist eine dekorative zweijährige distelähnliche Pflanze. Im 1. Jahr bildet sie eine Blattrosette. Im 2. Jahr erscheint der imposante bis zu 2 m hohe kantige und stachlige Stängel mit der Blüte.

Die Blüten öffnen sich zuerst in der Mitte und bilden einen Kranz. Der Bereich der geöffneten Blüten wandert gleichmäßig sowohl nach oben als auch nach unten. Es entsehen dabei zwei Ringe offener Blüten.

Die Stängelblätter sind am Grunde trichterartig verwachsen. Darin sammelt sich das Regenwasser als Reservoir für die Pflanze und als Trinkbehälter für Vögel und andere Tiere. In früheren Zeiten auch für die durstigen Wanderer.

Die Karde gehört seit Zeiten unserer Ahnen zu den Heilpflanzen. Der Ethnobotaniker Wolf-Dieter-Storl hat ein Buch über die Anwendung der Karde bei Borreliose geschrieben. Eigene Erfahrungen habe ich damit keine.

Die deutsche Bezeichnung Karde stammt von dem lateinischen carduus  - Distel. Die Karde sieht zwar distelähnlich aus, hat verwandtschaftlich allerdings nichts mit den Disteln zu tun und gehört zur Familie der Kardengewächse.

Wo hat der wissenschaftliche Name Dipsacus fullonum seinen Ursprung?
Der Gattungsname Dipsacus (griech. „dipsa“) bedeutet „Durst“, was auf die Regenwasseransammlungen in den trichterförmig verwachsenen Blättern der Pflanze hinweisen soll. „Fullonum“ stammt von dem Wort „Fuller“. Das war im Mittelalter die Bezeichnung für die Tuchmacher. Manche verwendeten die getrockneten Fruchtstände der Karde zum Aufrauen des Wollgewebes. ( Die Weberkarde ist aufgrund ihrer starren Tragblätter, die abstehenden „Spitzen“ an der Blüte, dafür besser geeignet.) 

Haben Sie Lust auf weitere Fotos? Dann genießen Sie hier:
Herbststimmung Wilde Karde 
winterliche Karde mit Eiskristallen
Sommermorgen im Nebel

Wenn Sie noch "hungrig" auf weitere Informationen sind, werden Sie unter anderem hier fündig:
http://www.gartenspaziergang.de/pf_kardew.html